"Every child is an artist. The problem is how to remain an artist once he grows up"Pablo Picasso

WAS IST? ERNÄHRUNG

Was ist Functional Food?

Was ist Functional Food?

Joghurt, angereichert mit speziellen Bakterien, Antioxidantien im Fruchtsaft, Milch mit bestimmten Kräuterzusätzen - Lebensmittel mit einer funktionellen Zutat, Functional Food also, gesundes Essen soll noch gesünder werden! Was steckt hinter diesem Zusatznutzen und was tut er wirklich für unsere Gesundheit?

Unter Functional Food versteht man Lebensmittel, die über ihren normalen Nährwert hinaus eine gesundheitsfördernde Wirkung auf den menschlichen Organismus haben. Functional Food erhält diesen erweiterten Nutzen durch den Zusatz spezieller Substanzen, die durch verschiedene Vitamine, Mineralien, Probiotika und Präbiotika gewonnen werden. So können normale Lebensmittel wie Joghurt, Säfte, Brot oder auch Milch mit einer zusätzlichen Zutat ergänzt und zu einem funktionalen Lebensmittel werden. Bei diesen Additiven handelt es sich beispielsweise um Milchsäurebakterien, Pflanzensterine, Omega-3-Fettsäuren oder Folsäure.

Das Bundesamt für Gesundheit beschreibt Functional Food als Ergänzung zu einer bewussten Ernährung. Diese funktionellen Lebensmittel können jedoch ernste Ernährungsprobleme nicht lösen, auf einer gesunden Basis kommt es darauf an.

Welche Lebensmittel sind Functional Foods?

In Deutschland füllen vor allem pro- und präbiotische Milchprodukte die Regale von Supermärkten als funktionelle Lebensmittel. Zum Beispiel in Form von Joghurt, Quark oder Käse. Ausgewählte Bakterienkulturen, die in diesen Lebensmitteln vorkommen, sollen sich positiv auf die Darmflora auswirken und die Abwehrkräfte des Körpers stärken. Auch Milchgetränke mit Kräuterzusätzen oder Erfrischungsgetränke wie mit Vitamin C und E angereicherte ACE-Säfte sowie Beta-Carotin sind im Trend und sollten diesen Zusatznutzen im Körper entfalten. Ein weiterer Trend sind sogenannte Wellness-Drinks, die neben Vitaminen auch Omega-3-Fettsäuren und Ballaststoffe enthalten.

Sekundäre Pflanzenstoffe werden zunehmend zur Anreicherung bestimmter Lebensmittel eingesetzt. Beispielsweise gibt es Müsliriegel oder Cornflakes, die mit Flavonoiden versehen sind, oder Fruchtsäfte, die polyphenolreichen Grünteeextrakt enthalten.

Was sind Pro- und Präbiotika?

Oft sind bestimmte Getränke oder sogar Desserts mit unverdaulichen Kohlenhydraten wie Inulin oder Oligofructose versehen. Diese gelangen unverändert in den Dickdarm und dienen dort den Milchsäurebakterien als Nahrung. Diese Zusatzstoffe sind nun Präbiotika, die zum gleichen Ziel wie Probiotika führen, jedoch indirekt. Da der Körper jedoch nur eine begrenzte Menge unverdaulicher Kohlenhydrate verträgt, sollten sie nur in Maßen verzehrt werden, da es durch zu viel Inulin im Körper zu Verdauungsstörungen und Durchfall kommen kann.

Probiotika sind also Lebensmittel mit lebenden Milchsäurebakterien, die sich positiv auf die Darmflora auswirken. Präbiotika sind dagegen Ballaststoffe, die das Wachstum oder die Aktivität von Darmbakterien steigern. Dazu gehören Sauermilchprodukte aus den Kühlregalen wie Joghurt, Kefir oder Sauerrahm, aber auch milchfermentierte Bohnen, Karotten oder Sauerkraut sind reich an diesen Bakterien.

Functional Food - Notwendig oder überflüssig?

Alle diese positiven Eigenschaften, die solchen funktionalen Nahrungsmitteln zugeschrieben werden, sollten jedoch mit Vorsicht behandelt werden. Denn nur wenige Hersteller können den gesundheitlichen Wert anhand wissenschaftlicher Studien belegen. Es bleibt auch fraglich, ob der Körper diese zugesetzten Substanzen benötigt oder in der Lage ist, sie ausreichend selbst zu produzieren.