"Every child is an artist. The problem is how to remain an artist once he grows up"Pablo Picasso

werist KOMPONIST

Wer ist Wolfgang Amadeus Mozart?

Wer ist Wolfgang Amadeus Mozart?

Mozart war ein Wunderkind. Im Alter von drei Jahren begann er mit vier Violinen Klavier zu spielen und gab mit fünfeinhalb sein erstes öffentliches Konzert. Sein Gehör war absolut. Schon als Vierjähriger konnte er hören, wenn eine Geige durch einen Viertelton verstimmt wurde. Im Alter von zwölf Jahren komponierte Mozart drei Opern, sechs Symphonien und Hunderte anderer Werke.

Wolfgang Amadeus Mozart wurde am 27. Januar 1756 in Salzburg geboren. Sein Vater erkannte früh das herausragende Talent seines Sohnes und das konnte man sich damit verdienen.

Seit Mozarts sechstem Lebensjahr war die Familie fast ständig auf Reisen. Der kleine Wolfgang spielte zusammen mit seiner fünf Jahre älteren Schwester Maria Anna - der Nannerl - an fast allen europäischen Fürstenhöfen. Unter den Zuhörern war 1765 der König von England. Johann Wolfgang von Goethe, nur wenige Jahre älter als Mozart, hörte das siebenjährige Stück 1763 und konnte sich an den "kleinen Mann" mit Puderperücke und Schwert in seinem Alter erinnern. Mozarts Repertoire umfasste kleine Kunstwerke, die sein Vater erfunden hatte, wie das Spielen mit versteckten Tasten oder das Spielen der Noten aller Arten von Musik, die das Publikum mitbrachte.

Die ständigen Reisen und häufigen Auftritte verliefen nicht spurlos von Mozart. Er war kleiner als andere Kinder in seinem Alter und oft krank, oft sogar lebensbedrohlich. 1765 erkrankte er an Typhus, zwei Jahre später an Pocken. Mozarts fröhliche Art trug viel zu seiner Popularität bei. Da die Familie jedoch ständig unterwegs war, hatte er wenig Gelegenheit, mit anderen Kindern zu spielen oder Freunde zu finden.

1769 wurde er Erzbischöflicher Hofkonzertmeister in Salzburg. Dann unternahmen er und sein Vater die erste Reise nach Italien. Nach bestandener Aufnahmeprüfung wurde er in die Bologna Accademia de Filarmonica aufgenommen. Kurz darauf verlieh ihm Papst Clemens XIV. Den Orden "Ritter des Goldenen Sporns".

Wolfgang und sein Vater setzten ihre Italienreise 1770 fort, dies führte sie zurück nach Florenz, Rom, Neapel, Pompeji, Rimini und zurück nach Mailand. In dieser Zeit komponierte Mozart die sechsstündige Oper "Mitridate". Anfang 1771 wurde Mozart zum Ehrenkapellmeister der Accademia filarmonica di Verona ernannt. Nach einem kurzen Aufenthalt in vielen kleineren Städten kehrten er und sein Vater nach Salzburg zurück, wo er an geistlichen Werken und Symphonien arbeitete. Im August begannen sie ihre zweite Reise nach Italien, wo Mozart die Theater-Serenade "Ascanio in Alba" schrieb, die zur Hochzeit von Erzherzog Ferdinand uraufgeführt wurde. Später reisten sie zurück nach Salzburg. 1772 wurde er von Graf Colloredo angestellt und arbeitete auf seinen Wunsch an der Oper "Il sogno di Scipione". Dann wurde Mozart zum Konzertmeister des Hoforchesters ernannt. Er begann die Arbeit an der Oper "Lucio Silla". Trotz vieler Aufgaben fühlte er sich in Salzburg nicht wohl und ging mit seinem Vater auf die dritte Reise nach Italien. In Mailand beendete er seine Oper, wo sie auch uraufgeführt wurde.

Im Jahr 1773 kehrte Mozart für vier Jahre nach Salzburg zurück, bevor er im August 1777 eine weitere Konzertreise aufnahm, diesmal nur in Begleitung seiner Mutter. Auf dieser Reise lernte er die 17-jährige Aloysia Weber kennen, die als Opernsängerin eine vielversprechende Zukunft hatte. Mozart verliebte sich in sie. Da die Familie in Leopolds Augen nicht wohlhabend genug war, verbot er seinem Sohn, zu heiraten.

Mozart reiste weiter nach Paris. Aber die Neuheit, die er als Wunderkind gehabt hatte, war verschwunden. Das Pariser Publikum war mehr an der Fehde zwischen den Komponisten Niccolò Piccinni und Christoph Willibald Gluck interessiert. Als Mozarts Mutter 1778 starb, kehrte der heute 22-jährige nach Salzburg zurück und übernahm eine Stelle als Hoforganist des Salzburger Fürsterzbischofs.

Mozart blieb nicht lange in seiner Heimatstadt. Die ihm von seinem Arbeitgeber auferlegten Beschränkungen wurden ihm schon bald zu viel. Mozart gab seinen Dienst auf und wurde buchstäblich vom gequälten Kammerherrn des Fürsterzbischofs vertrieben.

Mozart zog nach Wien und lebte bei Aloysia Webers Mutter. Da Aloysia inzwischen geheiratet hatte, übertrug er seine Liebe auf ihre Schwester Constanze. Die beiden heirateten 1782, obwohl Vater Leopold noch gegen eine solche Verbindung war.

Für diese Zeit hat Mozart viel Geld verdient. Er erhielt Lizenzgebühren für Kompositionen, Aufführungen und Unterricht. Allein seine drei reichsten Studenten zahlten ihm etwa 700 Gulden pro Jahr, das wären heute etwa 15.000 Euro. Aber weder Mozart noch seine Frau konnten mit Geld umgehen. Sie waren daher ständig in Schulden und lebten am Rande des Ruins.

Mozarts Unruhe war ein weiteres Problem. Er blieb nie lange an einem Ort, brauchte ständig Abwechslung. Er ist neun Mal in einem Jahr umgezogen. Er brauchte dringend einen Job bei Hofe, der ihm ein festes Einkommen eingebracht hätte. Diese Gelegenheit bot sich 1787. Kaiser Joseph II. War ein großer Bewunderer seiner Musik. Am Hofe bevorzugt jedoch der italienische Komponist Antonio Salieri. Mozart war bitter enttäuscht, als Kaiser Salieri das Amt des Kapellmeisters antrat, aber er musste sich mit dem des "Kammermusicus" begnügen und populäre Musik schreiben.

Auch Mozart trat von dieser Position zurück und versuchte, ohne feste Anstellung auszukommen. Die letzten Jahre seines Lebens waren von Armut und hohen Schulden geprägt. Trotzdem schrieb er in dieser Zeit einige seiner schönsten Werke, darunter "Don Giovanni" und "Die Zauberflöte".

Ende November 1791 erkrankte Mozart schwer. Wenige Tage vor seinem Tod wurde er von ungarischen Adligen mit einer jährlichen Ehrung von 1.000 Gulden bedacht, einige Tage später von niederländischen Musikliebhabern. Dieses Geld hätte seine finanziellen Probleme gelöst, aber es war zu spät. Mozart starb am 5. Dezember 1791.

Zwei Jahre später schrieb sein erster Biograf Friedrich Schlichtegroll: "So wie Mozart in seiner Kindheit ein Mann wurde, blieb er unter fast allen Umständen ein Kind." Mozart stand im Leben oft auf seine Weise, unzufrieden und unglücklich. Seine Arbeit ist jedoch von perfekter Schönheit. Er war einer der größten lebenden Komponisten.